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Frisch aus der Redaktion

 int. Frauentag

int. Frauentag
  • 07.Mär.2018

dem schwachen Geschlecht, der zierlichen Emanze, dem Hausrochen und allen Ehefrauen an diesem ehrwürdigen Tag. Ja, auch wir unterwerfen uns dieser scheinbar unabdinglichen Tatsache der Ehefurie einen schönen Tag zu bescheren. Vorbei sind die goldenen Zeiten als das Weib ohne Wiederspruch unter Anblick des erzürnten Gatten freiwillig das Bier aus dem Keller holte. Vorbei sind die Zeiten, als allein der Berg von Abwasch und der überfüllte Mülleimer von der Göttergattin in Demut heraus gebracht wurde. Verantwortlich zeichnet eine gewisse Clara, neee nich die von Heidi. Diese stammte aus Kopenhagen und schlug am 27.August 1910 die Einführung eines internationalen Frauentags vor. Die Idee stammte aus Amiland, dem Reich der unbegrenzten Möglichkeiten. Entweder waren die ganzen Kerle sternhagelmüde oder man drohte mit Alkohol und Sexentzug, denn am 19.März 1911 feierten alle den ersten Frauentag in Dänemark, Deutschland und Österreich, sogar Ungarn blieb nicht verschont. Ein beherrschendes Thema war das Frauenwahlrecht. Hier kam es offensichtlich zu Mißverständnissen, da nicht die Wahl darin bestand zuerst dem Alten nach seiner Buckellei ein Steak in die Pfanne zu kloppen oder schwungvoll den Teppichklopfer für den Flurläufer einzusetzen, nein, es ging hier politisch zu. Sie forderten tatsächlich ein politisches Wahlrecht nach Grundsätzen der Sozialdemokratie. Frisch gestärkt und voller Übermut wissen wir heute was aus dieser Fehlinterpretation geworden ist.

Frauen in Führungspositionen die mehr Kohle beiseite scheffeln als der ewig durstige Maurermeister. Gestandene Mannsbilder kacheln mit dem Kinderwagen durch die Supermärkte während Madame sich die Fußnägel flexen lässt. Sogar das geliebte Auto wird geteilt und die Spochtschau gegen die neuste Kochshow getauscht. Das Feierabendbier holen wir uns artig selbst aus dem Kühlschrank und bringen der Holden ihren Diätsaft gleich mit.

Aber liebe Freunde, Hand auf`s Herz. Wir erdulden diese unmoralische Qual ja liebend gern, denn wir wissen ja insgeheim was wir an ihnen haben. Wenn bei uns in Folge eines Gendefektes die Beine nach hinten wachsen und sich der Kuschelbauch nach vorne wölbt, brutzelt sie voller Hingabe uns immer noch das Steak. Bringen wir artig den Müll raus, werden wir bei dem nächsten Einkauf neben einem Six Pack zusätzlich mit einer Pulle Korn gehuldigt und man schmiegt sich nach wie vor im Bett an uns. Einige verwalten unser Erspartes, damit wir es nicht schon am zweiten des Monats unter die Leute bringen und erinnern uns ständig daran, das am Wochenende die bucklige Verwandschaft zum grillen kommt und wir großzügig Fleisch und Wurst kalkulieren sollen. Der Grill, bleibt wie damals am Lagerfeuer der Steinzeit unser alleiniges Heiligtum. Da ist es nur fair, wenn wir unseren Lieben einmal im Jahr gedenken. Schließlich dürfen wir ja bald laut johlend mit dem Bollerwagen von Kneipe zu Kneipe ziehen.

Allen Frauen wünschen wir deshalb einen flotten Tag, bleibt so wie ihr seit. Wir lieben euch trotzdem !

Viele Grüße aus der Redaktion

Euer Wolle

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