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Frisch aus der Redaktion

 Weg mit dem Fett

Weg mit dem Fett
  • 25.Dez.2017

Jetzt haben wir es so gut wie geschafft. Die Weihnachtsfeiertage liegen hinter uns, die Gans ist vertilgt, das Büffett leer gefressen und aus den Resten haben wir uns einen schönen Eintopf gezaubert. Achteten wir auch noch so peinlich auf mageres Fleisch oder frische Zutaten in der Zubereitung, gossen wir hektoliterweise 40%tige Sahne in unsere Soßenkreation. Jaaahaaa, denn wir wissen ja das Fett ein Geschmacksträger ist und zum anderen gönnen wir uns ja nu sonst nix. Wenn es über die Festtage dann mal 2 ganze Torten mehr sind wie üblich, dann ist das eben so. Warum machen wir das? Für die einen ist es die Glücksseeligkeit in reinster Vollendung, denn schließlich haben sie 362 Tage darauf hingehungert. Für die anderen ist es der einzigste Ausweg beim lustigen Zusammensein mit der buckligen Verwandschaft endlich mal die vorlaute Klappe halten zu können. So sitzen alle fröhlich, ausgeglichen an der Festtafel und sind stolz wenn sie hier und da noch die letzten Schnäppchen an der Wursttheke ergaunern konnten. Unabhängig davon, das man den Krempel nach den Tagen sowieso für die Hälfte des Preises hinterher geschmissen bekommt.

Der Schock setzt ein, wenn man danach so rein zufällig über eine LKW Waage läuft oder Morgens der Reißverschluß nicht mehr wie gewohnt zugeht. Es zwickt und kneift an allen Ecken und Enden. Dann kommt die große Zeit der Illustrierten, die neben anderen leckeren Rezeptsammlungen natürlich mit Diättips nicht hinter den Berg halten. Wir saufen Diätdrinks plötzlich wie Wasser und schmeissen uns Fettburner wie Smarties in den Hals. Einige sind ganz mutig und melden sich in einem Fitneßclub an, nein nicht um am Laufband die überflüssigen Pfunde los zu werden, sondern um sich in der Saune aufzuwärmen um ein paar Cent in der Betriebskostenabrechnung zu sparen. Ein Teufelskreis und Hochkonjunktur bei Second Hand Läden! Hier werden nicht nur unliebsame Weihnachtsgeschenke getauscht sondern auch die plötzlich eingelaufenen Klamotten. So hetzen wir dann wieder Tag ein, Tag aus in den täglichen Wahnsinn und freuen uns insgeheim auf die nächste Schlemmerrei. Sei es der Geburtstag von Tante Frieda oder anstehende Feiertage.

Sie fragen sich sicher wie man dem ganzen entfliehen kann. Die Antwort ist so einfach wie einleuchtend. Garnicht! Warum auch? So lange wir uns in unserer Haut wohl fühlen ist alles in bester Ordnung. Selbst wenn nicht, können wir unsere Gier nach Schlemmerreien zügeln. Wem das nicht gelingt, greift eben auf professionelle Hilfe zurück und lässt sich nageln, also so dünne Nadeln in verschiedene Körperbereiche stechen. Hartgesottene und Wohlhabene legen sich für ein paar Stunden auf die Pritsche um sich die überflüssigen Pfunde wie mit einem Staubsauger absaugen zu lassen. Ich sagte ja anfangs, Fett ist ein Geschmacksträger, ergo futtern wir uns kein Fett auf die Hüften sondern Geschmacksstoffe, was die ganze Sache hübsch abrundet.

In diesem Sinne wünschen wir guten Appetit und beginnen demnächst das Jahr mit einem guten Vorsatz. Ist ja nun auch mal was. Prost und guten Hunger wünscht

Ihr/ Euer

Wolle aus der Redaktion

KOMMENTARE

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Matze , 27. Dezember 2017 um 08:01:32

3 Kilo in worten drei Kilo haha

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